Mainkofen – von der Reformpsychiatrie zur NS-Euthanasie

Samstag, 17.10.2026

13:45 - 16:00 Uhr

Bezirksklinikum Mainkofen Mainkofen A 3 | Hinterer Parkplatz des Bezirksklinikums (vor dem Café Auszeit)
94469 Deggendorf

nur Teilnehmer, nicht Veranstalter

Das heutige Bezirksklinikum Mainkofen, erbaut im ländlichen Jugendstil, wurde im Jahre 1911 als Heil- und Pflegeanstalt eröffnet. Bau und Behandlungsmethoden waren beispielhaft für die damalige moderne Reformpsychiatrie. Ihr dunkelstes Kapitel erlebte die Einrichtung im Nationalsozialismus. Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen oder Erkrankungen, mit Behinderung, galten als erbbiologisch und gesellschaftlich minderwertig als unnütz und lebensunwert. Über 1300 Männer, Frauen und Jugendliche, auch aus Straubing, fanden hier durch das nationalsozialistische Euthanasie-Mordprogramm den Tod.
Nach dem Ende der NS-Herrschaft 1945 dauerte es lange Zeit, bis das Klinikum sich mit dieser Vergangenheit auseinandersetzte. Mit viel Engagement Einzelner wurde am 28. Oktober 2014 die heutige Gedenkstätte eröffnet werden. Seither macht das Klinikum aktiv durch Führungen und Veranstaltungen auf die Geschichte des Ortes aufmerksam und gedenkt so der Opfer der NS-Psychiatrie in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt.
Im Anschluss an Vortrag und Besuch der Gedenkstätte besteht die Möglichkeit zu Gesprächen im „Café AUSZEIT“. Bei Anmeldung bitten wir um entsprechende Interessensbekundung, da Plätze zu reservieren wären.

Referent Gerhard Schneider, Krankenhausdirektor a.D., Mitarbeiter der Gedenkstätte Mainkofen
Treffpunkt 13.45 Uhr, Hinterer Parkplatz des Bezirksklinikums (vor dem Café Auszeit)
Parkplätze vorhanden | Selbstfahrer
Veranstalter Historischer Verein für Straubing und Umgebung e.V.
Anmeldung erwünscht unter stefan.s.maier@t-online.de
Teilnahme frei | Spenden für Gedenkstätte Mainkofen erbeten

Zusätzliche Preisinformation: Teilnahme frei | Spenden für Gedenkstätte Mainkofen erbeten

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